Tue, 19. Dec 2006 05:33:29 +0100
Herzlichen Dank für Deine Glückwünsche. Die kann ich brauchen; Australien hält so einige Gefahren bereit.
Die erste Bedrohung sind hier die Australier selbst, nicht nur für die Natur, den Tourismus, auch für sich selbst. Die können einfach mit dem Suff nicht umgehen. Stell Dir mal den Korb Björn in früheren Jahren auf den halben Männeranteil einer Nation hochgerechnet vor. Willst Du da in die Kneipe gehen? Nein – nur hier gibt’s das schöne Possenspiel, wo schon halb neun abends Gläser fliegen und Türsteher Randalierer zu Boden ringen müssen. Aber ich muß eine Lanze für die Aussies brechen: die ohne Suffproblem sind überdurchschnittlich nett und aufgeschlossen.
Die zweite Bedrohung ist die Natur. Ich sag’ nur: wenn ich wieder in Deutschland bin, bau’ ich ein Denkmal für unsere Mücken – so liebe und zuvorkommende Tierchen.
Aber die schlimmste Bedrohung ist immer noch dieser unbändige Drang, den ein Mann zwischen der Quarter- und Mid-Life-Crisis verspürt, seine ganze Urgewalt in neumodischen Funsportarten austun zu müssen. Ich sag’ mal so: nimm Dir eine 60 mm Dämmstoffplatte aus extrudiertem Polystyrol, fahr nach Geyer an den Teich und Versuch dort Deine Libido zu steigern, in dem Du Dich wie ein Verrückter auf die XP-Platte schmeißt, um ein paar Meter durchs Wasser zu gleiten. Dabei nicht vergessen: freier Oberkörper. Vorausgesetzt Du hast keinen allzu dicken Bierbauch in den paar Monaten gekriegt, wirst Du nach 3 bis 4-mal rutschen ein leichtes Brennen auf der Brust spüren. Zu spät – da hat sich die Haut schon großflächig abgelöst, nässen, brennen, ein wenig Eiter. Morgen siehst Du dann aus als hättest Du mindestens 6 Brustwarzen. Laß das jetzt 5 Tage unbehandelt vor sich hin eilen, zieh Dir dann ein T-Shirt an und versuchs nochmal. Dann bist Du in dem Stadium, in dem ich grad stecke – rohes Fleisch mit Blut und Sand drin.
Ich werd’ langsam hungrig; in diesem Sinne.
Oh die Neuigkeiten...
Tue, 19. Dec 2006 05:54:11 +0100
Ja – Weihnachten ohne den Familienritus (mag er nervig sein und ständig Streit provozieren) ist doch ein wenig ungewohnt. Man weiß vor lauter Schreck überhaupt nicht, wie man tun soll. Aber was solls, wir werden uns schon irgendwie einrichten (Strand + Kerzen + Feuer + Fertig-Pudding = Camper-Weihnacht aus dem Bilderbuch).
Die betrunkenen Aussies sind wirklich das Letzte. Heute Morgen liegen wir am Strand, kommt so 'ne Horde Schulabgänger und tollt am Strand. Nach 2 Stunden fängt der häßlichste und fetteste Typ an, mich als Schwuchtel anzumachen und Bälle nach uns zu schmeißen. Sein Ansatzpunkt: ich trage keine Badehose, die A) 10 Nummern zu groß ist und B) von den Nippeln bis zum Sprunggelenk reicht. Ergo: Schwuchtel. Und tausend andere Storys. Heute haben die „Schoolies“ ihre Abschlussnoten erhalten. Höhre ich im Radio in einem Interview mit einem Rektor einer großen australischen Uni, daß diese Abschlußnoten unerwartet weit unter dem erwarteten Maß, welches ohnehin seit Jahren sinkt, liegt. Dann höhere ich mir Geschichten von Eltern an, die über das Leben ihrer Kinder erzählen. Da wirds mir Himmelangst, da war schon: kein Bock auf Arbeit, Abhängen und Auto wichtiger, Ausbildung dauert ihm zu lang, sitzt im Knast, versuchts im Callcenter, Uni vorm Examen abgebrochen, muß sich mehr um soziales Umfeld kümmern, etc. pp. Und das hör ich hier von den verschiedensten Leuten. Hmmm, also ich hab fest beschlossen: Diese Gesellschaft ist keineswegs dazu geeignet, daß man in ihr Kinder großziehen müßte. Aber zur Entschuldigung aller zu Unrecht gekränkter: alle die, die kein Suff- oder Kraftmeierproblem haben, sind unerwartet nett und aufgeschlossen, gastfreundlich und hilfsbereit. Die nennen das immer mateship und jammern, daß sie das immer mehr vermissen. Sehr schade ...
24/12/06
Uns hat der Weihnachtsmann unser Geschenk schon gebracht, in Form einer wunderschönen riesengroßen Art Deko Wohnung in Newcastle und 'nem Gastgeber in den 50ern mit 'nem großem Weinschrank. Ich hatte mir zwar nur vier Wände und ein Dach gewünscht (nach 2 Monaten „auf der Straße“ und „unter dem Blätterdach des Regenwaldes“), aber manchmal ist das Christkind doch großzügiger als man denkt …
Gesang macht frei!
Sun, 24. Dec 2006 07:47:44 +0100
Ich kann nur volle Zustimmung zu Deinen Weihnachtsausführungen beipflichten. Kommerzbude Nummer Eins, hier erst recht. Einzig die Hitze dämpft die Euphorie ein wenig, worüber ich sehr dankbar bin. Nicht auszumachen, was besoffene Australier im Schnee in Großstädten anstellen würden. Ganz kurz mal was anderes: Hat doch der MDR in einer Weihnachts-Senioren-Sonder-Schau aus Zwickau alle 156! Amtlichen Strophen des Weihnachts-Schinkens „Heid is der heilge Ohmd ihr Leid; kimmt rei, mir scheißen ei’“ in einer Sendung gespielt. 90 Minuten lang Publikums-Patschen auf 1 und 3, jeder Volksmusik-Flagellant durfte seine Strophen beitragen, gekrönt von 156 Refrains „Tritra Trallalla… Usw. Usf.“ Laut Genfer Konvention erfüllt das Aussetzen gegenüber repetitiver akustischer Beeinflussung den Tatbestand der Folter. Nur mal so …
30/12/06
aus dem „wilden“ Sydney!
Diesen Ort haben wir also als Silvesterstandpunkt auserkoren, und ich kann Euch sagen: nach letzten Hochrechnungen haben sich hier allein an Backpackern (das sind so heimatlose Strolche wie wir), 70 000 inoffiziell angemeldet. Nicht zu sprechen von den zahlenden Touristen, den Einwohnern, und allen Randgruppen, die ich noch so vergessen hab ...
Morgen nach 16:00 Uhr wird die Stadt jedenfalls dicht gemacht, Autos sind dann aus dem näheren Umkreis der Innenstadt entfernt worden, und Menschen dürfen sich nur noch in Zweierreihe (an den Händen haltend) durch die Straßen bewegen … ob das wohl alles so klappen wird?
Das alles hebt mich übrigens momentan gar nicht an, ich glaube, ich bin reisekrank (man kann ja bekanntlich bei Überdosis von allem krank werden, und ich freu mich schon dolle, wenns nach Sydney, zurück nach Melbourne geht, sogar die Aussicht auf Jobsuche stimmt mich ein wenig fröhlich … Ohhh, was hat das Leben aus mir gemacht … ein Reisewrack!) Ich nehm mir fürs nächste Jahr jedenfalls ganz feste vor, daß ich nicht auch noch die Zigaretten und den Alkohol aufgeben werde! Versprochen!
Und nachdem unser amerikanischer großer Bruder die Menschenrechte wieder einmal so hervorragend vertreten, und dem großen bösen Sadam so vorbildlich aus dem Leben geholfen hat, brauchen wir ja in den Großstädten auch keine Angst mehr vor Terroranschlägen zu haben, sondern nur noch vor marodierenden betrunkenen Dickbauch-Aussies.
In diesem Sinne wünsche ich ein friedliches und freundliches Neues Jahr (und dass alles so bleibt wie es is, und nicht noch schlimmer wird, grins)
30/12/06
NeNe, Wein-Orangen-Avocados sind auf Eis gelegt, war ’ne nette Erfahrung, aber Farmleben ist wohl eher was für Kühe ...
Wir
sind seit ein paar Monaten mit unseren hart erarbeiteten Kröten auf
Wanderschaft gegangen; erst durchs Outback, nach oben in den Norden (was
sich als ganz schön öde entpuppte) und dann weiter über den Golf von
Carpentaria rüber nach Deindree (kurz vor Coocktown), wieder runter an
der Küste lang. Unterwegs hatten wir ein paar giftige Insektenbisse,
Bodyboarding an den längsten weißesten Stränden, die Du Dir vorstellen
kannst (inklusive Kokusnußernte) Schnabeltiere, Kängurus, Emus und
Wallabies hüpften lustig neben unserem Auto her, und der Regenwald war
einfach unglaublich. Inzwischen sind wir in Sydney und reisekrank
(zu viel Input), nach Silvester gehts wieder nach Melbourne und auf die
Suche nach 'nem Job, der nichts mit Farmarbeit zu tun hat (grins).
Der
Job … is schon seit ner Weile vorbei, das Autochen nicht, das dient uns
als allabendliches Ruhebett (das mit der Ruhe darf, man nicht so genau
nehmen), aber die Matratze ist weich und es schlief sich angenehm.
Schlief, sage ich, weil ich inzwischen die Schnauze voll vom Rumtingeln
habe, und ein ruhigeres Leben her muß. Das bringt mich auch zum Punkt:
wir sind zwar grad in Sydney, aber der Zielpunkt der Reise ist wieder
Melbourne (und wirklich nah liegt das nicht beinander) wie das mit
unserer Aufenthaltsdauer sein wird kann ich auch noch nicht sagen, das
ist abhängig von den Jobs, die wir finden. Wenns blöde wird, sind wir
pünktlich zum Geburtstag wieder zu Haus, wenns Spaß machen sollte,
feiere ich zum ersten Mal im Winter Geburtstag.
Letzteres sehe ich
nach der detaillierten Analyse des englischsprachigen Raumes allerdings
noch nicht kommen, Pubschlägereien und schlechtes Essen gehören nicht
unbedingt zu meinen liebst-anfokusierten Beschäftigungen (grins) …
keinerlei Kultur, die alten Imperialisten und Sträflingskolonien!
Dafür
(um doch noch 'ne Lanze für se zu brechen) haben sie die wunderschönsten
Landschaften, aufregende Wälder und spannende Tiere (wenn sie auch
nicht wirklich um deren Fortbestand bemüht sind).
Von Sydney in die Südsee in Paris …
Sat, 30. Dec 2006 11:18:29 +0100
Die Weihnachtszeit, die Weihnachtszeit …
Hach,
was waren das für erbauliche Weihnachtstage. Wir kommen im strömenden
Regen donnerstags im schönen Newcastle an, die Stimmung deutlich
getrübt. Was will man in Städten oder am Strand, wenn man kein Dach über
dem Kopf und keinen überflüssigen Cent in der Tasche hat! Definitiv
senkt das die Stimmung. Aber wir haben das Beste daraus gemacht und die
erste Nacht auf einem Campingplatz zugebracht – duschen, Klamotten und
Bettzeug auslüften, mal ganz luxuriös im Zelt nächtigen, Fläschchen Wein
am Strand 10 m hinterm Zelt. Dann Stadtrundgänge, vieeele
Stadtrundgänge. Eines steht fest, Newcastle als vormalige Speerspitze
der Schwerindustrie Australiens hat allen Dreck abgestreift, die
dicksten Hochöfen stillgelegt, gleichzeitig neue Arbeit für die Menschen
geschaffen und entdeckt unter dem Staub von Dekaden herrliche
Architektur der 1890er bis 1960er Jahre in ihrer unglaublichsten
Vielfalt. Ich würde mich hinreißen lassen zu sagen, hier wohnt das
architektonische Vermächtnis des 20. Jahrhunderts. Wenn sich in einigen
Jahren auch das kulinarische Niveau auf erträgliche Höhen aufschwingen
kann, entsteht hier ein urbanes Idyll wie kein zweites. Und Menschen
leben in Newcastle. Wir sitzen in irgendeinem Straßencafé und
diskutieren angeregt über die Wirkung einer
Werkstein-Glas-Kassetten-Fassade an einem 70er Jahre-Hochbau, als sich
ein Mann mittleren Alters vom Nebentisch einmischt. Nach ein wenig
Geplänkel und Erzählen lernt man sich näher kennen, Larry, 54,
geschieden, reisender Sicherheitsinspekteur auf Heimurlaub. Kurzum, er
lädt uns in sein Gästezimmer für die Nacht ein, wäre gleich um die Ecke
und ein wenig unaufgeräumt. Wir nehmen dankend an, trinken noch ein
Schlückchen. Das Haus entpuppt sich als dunkler Dreizehngeschosser in
Klinkerbauweise der späten 20er Jahre. Hölzer, geätzte Gläser,
umlaufende Zierleisten, pastöse Töne harmonieren mit dunklen Maserungen.
Die Bude ist wirklich ein wenig chaotisch, aber eine unglaubliche
80qm-Eigentumswohnung mit Balkon im Originalzustand – Art Deko zu seinen
ehrlichsten, weil bewohnten Zeiten. 3,20 m hohe Räume, Einbauschränke,
Originalküche, Messinghähne, edle Keramik, fast alles noch im
Einbauzustand. Kurzum ein Traum. Larry erweist sich als
vertrauensseliger Gastgeber, gibt uns einen Schlüssel, lädt uns zum
Bleiben ein. Wir bleiben 2 Nächte, sitzen abends, schwelgen, trinken,
die Stadt vorm Balkon – was will man mehr. So geht auch völlig
unspektakulär ein Heiliger Abend vorbei, der außer tristem Nieselregen
ohne diesen Larry nicht viel Erfreuliches zu bieten gehabt hätte. Man
sollte mehr Menschen treffen …
Jetzt warten wir gespannt auf die
Menschenmassen, die Sydney überfluten werden, um sich das vielleicht
größte Silvester-Feuerwerk weltweit anzuschauen. Wir bleiben hart,
buchen kein Hotel oder Zimmer oder Bett oder Campingplatz (als
Vergleich: Der DURCHSCHNITTSPREIS aller buchbaren Betten für die Nacht
über Neujahr liegt bei 900 EUR). Aber find in einer Stadt, die sich vom
Zentrum aus bis zu 50 km in Vororte erstreckt, einen ruhigen Platz, um
im Auto zu schlafen. Wir hatten immer Glück, wenn man 50 km Fahrt, um
einen Pennplatz zu suchen nicht als unangemessen bezeichnet. Mal am
Flußufer (geweckt von Paddlern), mal im Naturpark (geweckt von
Parkmitarbeitern), mal am Felsufer (geweckt von Spaziergängern und
samstags morgen von grasmähenden Stadtangestellten). Aber was solls.
Sydney zu beschreiben geht nicht, es gibt hier ALLES und die Atmosphäre
ist gelassen-geschäftig-freizügig-freundlich. Hier findet man, was man
sucht, egal was es ist.
Morgen ist Silvester. Mir wird schlecht, wenn
ich an die Massen denk. Sollte ich mich nicht mehr melden, bin ich
totgetrampelt in der Panik (weil McDonalds den NewYearsBurger für 10
Dollar anbietet) oder auf immer verschollen (mit Paris Hilton in der
Südsee – ich hab da schon mal ’nen kleinen Plan gemacht; kennt noch
jemand Alain Delon in „Plein soleil“ – „Nur die Sonne war Zeuge“).
Liebe
Grüße und bestmöglichen Rutsch ins Neue Jahr – denk bitte auch du
daran: Silvester ist der letzte Tag deiner gesunden Leber.
Der Rutsch...
Mon, 01. Jan 2007 09:25:50 +0100
Ich
kuriere gerade den kleinsten Kater der Welt. Reisen streßt nach ner
Weile derart, daß ich von 2 Bieren und einem halben Glas Rotwein,
konsumiert zwischen 17:00 und 02:00, einen echten Kopfschmerz und
besagten „Hangover“ habe. Hmmm, bedingt durch unsere Nulldiät ist
irgendwie kein Puffer mehr da, wo man den Suff hin auslagern könnte.
Bestes Neues, mit Allen und ohne Jeden
Sinn des Lebens …
jan 06
Zu
Weihnachten waren wir übrigens in Newcastle, in der Nähe von Sydney,
(nicht in England): dort trafen wir beim Genuß eines guten Rotweines,
beim leckeren Italiener, auf einen sehr netten geschiedenen
Bergbauingenieur in seinen 50ern, der uns nach einem äußerst angenehmen
abendfüllenden Gespräch, über die Feiertage in seine tolle Art Deko
Wohnung im Herzen des schönen Newcastles (in Australien) einlud. Dort
verbrachten wir Weihnachten ohne Weihnachtsbaum dafür aber mit viel
teurem Rotwein, das war dem Mistwetter auf der Straße natürlich
vorzuziehen …
Nach ein paar Tagen zogen wir dann weiter, um Silvester
pünktlich am Strand von Sydney feiern zu können. War schön. Aber
komisch, so im Röckchen und T-Shirt.
Sydney ist innen drinnen wie ’ne Großstadt, mit Hochhäusern und dem ganzen Gedröhne, was dazu gehört und
fünf Minuten weiter wird es dann plötzlich zur Gartenstadt.
Nach dem
ganzen Dorfgedöhnst im Australalien war erst Newcastle und dann Sydney
endlich mal wieder Nervennahrung für unsere architektonischen Sinne, und
das wurde auch mal Zeit.
Canberra hielt dann leider nicht, was es
versprach (man hatte uns gewarnt). Eine Stadt ohne Menschen, und die
kleine Führungselite, die da arbeitet und wohnt (abgesehen von den
Putzern und Putzerinnen) ist nicht wirklich vorzeigbar (höchstens aufm
Jahrmarkt), da war Bonn wohl sicherlich sogar spannender.
Dann waren
da wieder ein paar nette Naturparks mit Skigebieten in denen wir
wiedermal in Bergflüssen planschen und viel laufen konnten … und
plötzlich war es auch schon aus mit der großen Reise, da waren wir
wieder am völlig ausgetrockneten Murrey-Fluss und mußten uns durch, von
weißen Rauchschwaden bedeckten Dürreebenen quälen (Liebe Oma, ja hier
gibt es überall Waldbrand). Vorbei an abgezehrtem Viehchzeug,
sonnenverbrannten Tafeltrauben und toten Kängurus gings zurück ins
heimatliche Mildura.
Dort wurden wir mit viel pomp vom ehemaligen
Chef, mit viel selbstgemachtem Rotwein und anderen Köstlichkeiten
begrüßt. Nachdem wir uns den Magen vollgeschlagen hatten und die Freuden
eines echten Bettes für ein paar Tage genossen hatten, machten wir uns
wieder auf den Weg, und hurtzeldipurzel waren wir zurück in
Melbournia ...
Reisen war wirklich unglaublich schön, aber was
wir überhaupt nicht hatten war irgendwo mal zu verweilen, ganz einfach
weil das ohne Kohle keinen Spaß macht. Was ich hier wirklich zu schätzen
gelernt hab, ist Natur, so schön, daß man hinter jeder Bergkuppe wieder
ohh und ahh ruft, weil es so unglaublich ist. Versteh mich nicht falsch,
ich möchte nicht verloren gehen und mein Leben in so ner Unendlichkeit
ohne Menschen verbringen, aber der Gedanke mal ne Auszeit irgendwo im
Regenwald zu nehmen, wächst stetig. Jetze isses erstmal wieder toll
zurück unter Menschen zu sein. Reisen wird nach ner Weile wirklich
langweilig.