Warten auf Regen 09/07/06

 



 
 
 
 
 
 
Angekommen 09/07/06 Wir konnten uns leider nicht eher melden, da wir einen ganz bösen Jetlag haben, und momentan nur nachts um zwei im Kreis laufenkönnen, und zu mehr als Bier trinken, und dann gleich wieder ins Bett fallen reicht es leider auch nicht, wir melden uns, wenn wir wieder gesund sind und die Welt nicht mehr kopfunter steht. 
 
 
 


 
 
 
 
 
 
 
 
 Tue, 11. Jul 2006 04:23:57 +0200 Ich bin immer noch völlig angepisst vom Jetlag, aber ich denke in 1 bis 2 Tagen hab ich das im Griff. Gestern war der ultimative Amtsgang angesagt – Einwanderungsbehörde, Steuern, Banken. Weiter gehts mit der Suche nach Arbeit auf einer Farm und dem Kauf eines Wagens für uns. Richtig – ich hatte mich die Jahre über immer gescheut, mir eine Karre zuzulegen, weil sich Bedarf und Kosten nie ausgeglichen zeigten. Und jetzt stehe ich hier und bin völlig verunsichert, wer mich am wenigsten bescheißt und habe immer diese komische Vision: Wüste, Karre kaputt, keine Stadt, kein Telefon, Geier … 
 
 
 
 18/07/06 Na ja … mit Bier is hier doch nicht viel los, leider sind wir ein paar arme Schlucker und können uns Kneipe weder finanziell noch geschmacklich leisten, was heißt: Bier is teuer, für den billigsten Ekelbröfz bezahlste deine 4 Euro, und dafür schmeckt es dann entweder abgestanden oder wie Limo; Bier können die Aussies echt nicht brauen! Gutes Import wie Heinecken oder Becks kann man sich dann dementsprechend gar nicht leisten. Wenn wir mal was ganz doll groß zu feiern haben, holen wir uns ein 6er-Pack für 8 Euronen (in dem dann auch noch kleinere Flaschen als bei uns drinnen sind) und setzen uns ins Hotel, denn auf der Straße trinken ist hier, wie im Amiland, verboten (aber dafür wär es eh viel zu kalt). Inzwischen bin ich weitestgehend auf Wein umgestiegen. Der billigste (3 Euronen, nur für den Vergleich, grins) ist hier immer noch ziemlich lecker, ist ja auch ein großes Weinanbaugebiet hier in der Gegend. Nachdem wir inzwischen schon die Innenstadt und die „coole Alternativmeile“ (gutes Einkaufen und Abhängen da) ausgecheckt haben, sind wir heut nach St. Kilda umgezogen. St. Kilda wäre eigentlich die coolste Beach- und Partygegend von Melbourne, wenn es nicht Winter wäre; aber dafür bezahlen wir auch nur Nebensaisonpreise. Jedenfalls können wir jetzt jeden Tag Strandspaziergänge machen und Pinguine beobachten, wenn die blöden Pingus sich nicht ständig unter großen Steinhäufen verstecken würden, auf alle Fälle hab ich heut schon eine Schwanzspitze und den hinteren Teil eines Flügels erspähen können! Mich würde auch die Kälte nicht unbedingt so wahnsinnig stören, das Problem ist nur, dass die Häuser hier nur auf Sommerhitze eingestellt sind, und ’ne Klimaanlage nutzt mir bei 10 Grad Außentemperatur und Pappwänden herzlich wenig. Inzwischen haben wir auch ein tolles Auto entdeckt, einen Ford Falkon Baujahr 84, aber toll in Schuss, den werden wir kaufen (wenn dann mal unser Geld eintrudelt) und uns damit auf die große Reise in den vielgelobten Norden begeben … (und uns gnadenlos von den Fiesen Weinbauern ausbeuten lassen, um unsere Jugend [haha] und unsere Arbeitskraft zu verschwenden …)