Kooky times, August




Mein Kind nennt mich Sini Martini, das ist besser als sein Vater, der sagt Sini Mussolini.

Das versuche ich einer Blog schreibenden AI beizubringen. Ich komme zu dem Schluss meine Blogposts doch selber zu schreiben, da kommt nicht ganz so großer Mist raus wie wenn man einem Computer beizubringen versucht, was der Unterschied zwischen Martini und Mussolini ist.

Die Kinder entscheiden am Flüßchen Müll einzusammeln, wir sind alle beeindruckt. B ist superenergetisch und sprüht vor Elan; bei mir hat der Kaffee noch nicht gewirkt und es regnet. Er zieht los mit seiner Mülltüte und Grillzange. Auf dem Weg zum Bach reden die Jungs darüber, was sie für Schätze finden werden, ich bin mit meinem Kaffee in der Hand auf den Beinen und bereit, sie bei ihrem Abenteuer zu begleiten!

Wir graben zusammen mit ein paar anderen Eltern ein bisschen am Flüsschen herum, bis alle der Meinung sind, dass wir genug Abfall für heute gesammelt haben. Danach haben ein paar Eltern Pizza und Chips organisiert, was Belohnung genug für die Jungs ist.


Aus Gründen, die sich keinem von uns Eltern erschließen, sind in der dies jährlichen Klasse Jungs und Mädchen streng getrennt. Es gibt null, zero, zilch Durchmischung. Vielleicht ist es das Alter, aber wir tippen auf die Lehrerin, die zwar einen grandiosen Job macht, allen ADHS und anderweitig herausfordernden Kindern ausreichend Aufmerksamkeit und differenzierte Verhaltenstherapie zukommen zu lassen. Aber vielleicht bleiben bei ihrem ausgeklügeltem System mit „extra Haaren auf den Zähnen“ ja andere Dinge auf der Strecke? Wie z. B. das Miteinander der verschiedenen Geschlechter, die nach Beschreibung der Jungs immer kategorisch getrennt werden. Super schade, aber vielleicht ist das der Preis, den man zahlen muss, wenn man heutzutage ein ruhiges Klassengeschehen mit glücklichen Kindern haben will.
Neulich waren wir allerdings bei einem Elterntreff im Pub, da waren wiederum nur Mädcheneltern anwesend und außer uns kein einziges Jungelternteil, was uns dazu veranlasst anzunehmen, dass doch irgendwas mit der Dynamik hier nicht stimmt. 


Allerdings funktioniert ja sonst meistens alles, nur dass wir eben bei jeglichen Aktivitäten Mädchen vermissen. Der einzige Punkt über den sich das Kind allerding kategorisch beschwert, ist, dass all seine Freunde in der Pause Fußball spielen, da hat er aus Deutschland immer noch ein Trauma. Da will er nicht ran. Verständlich.

Er vertreibt sich die Pausen mit zeichnen, manchmal mit Klavier spielen und ganz selten mit lesen (Teufelswerk) meistens hängt er in der Legoecke herum.

 


S. muss von Arbeit nach Amerika. Ausgerechnet Texas, wo Menschen im Supermarkt mit ihrer Knarre rumrennen. Wenigstens ist er ein mittelalter weißer Mann, da ist die Chance, dass er von der Polizei auf der Straße erschossen wird, nicht ganz so hoch. Als er wieder kommt ist er endgültig der Meinung, die Welt ist am Ende angekommen. Die typischen amerikanischen Kritikpunkte sind, alles ist supersized, von den Autos bis zu der Menge an produziertem Plastikmüll. Die Klimaanlagen sind im Hochsommer auf 16 Grad Raumtemperatur gestellt (da sollte sich die letzte Generation mal ran kleben). Er kommt dann auch mit der größten Männergrippe der Welt wieder.

Es riecht nach Frühling, sieht aber nicht so aus, in solchen Zeiten kann man glatt zum Alki werden. Anstelle entscheide Ich aus der Bowlinghalle einen 70er Jahre Wintergarten zu machen.

Das schreibt die AI: "Der Wintergarten ist ein Raum in der Mitte des Hauses, normalerweise im Erdgeschoss, wo ich neben der Dschungelatmosphäre an meinem Laptop sitzen und arbeiten oder einfach nur ein Buch lesen kann. Der Raum hat oft große Fenster und wird für Unterhaltung, Gartenarbeit oder als Platz zum Aufbewahren von Pflanzen genutzt. Der Wintergarten hält Pflanzen von rauer Hitze, starken Regenfällen und kalten Winden fern. Er versorgt Pflanzen auch mit natürlichem Licht, indem es das Dach des Gebäudes verlängert. Der Wintergarten hat viele Verwendungsmöglichkeiten in einer Gartenumgebung. Er hilft, Pflanzen aufzuwärmen, bevor sie wieder ins Freie gehen, insbesondere nachdem sie über den Winter in Töpfen oder Behältern überwintert haben. Im Sommer als Sonnenschutz für Zier- und essbare Gartenbereiche und Wasserspiele. Ich möchte, dass sich die Leute draußen fühlen, wenn sie drinnen sind. " Offensichtlich klopft der Terminator morgen noch nicht an der meinem Wintergarten.

Von unseren Freunden, die nach Perth durchgebrannt sind, hab ich mehrere Monsteras und Hängepflanzen geerbt, das ist ein Wintergarten-Anfang. Das Ende ist die überwältigende Spielesammlung, die wir auch noch geerbt haben … Ich hab mir vorgenommen, mindestens ein neues Spiel pro Woche auszuprobieren. Was anderes kann man momentan sowieso nicht machen, alles ist deprimierend und das Wetter macht einfach nicht, wozu es da ist.