Tag acht

 


 

 20.08.21

Zerschlagen aufgewacht. Das Kind ist schon wach, hat mich aber nicht geweckt. Es will ja auf dem Handy klickern und braucht dabei keine moralische Stimme des Erziehungsberechtigten.
Inzwischen hab ich ihm so ziemlich alle Webseiten gesperrt, da er es immer wieder hinbekommt auf YouTube hängen zu bleiben um sich Videos über andere Leute die Spiele spielen reinzuziehen.
Jetzt kann er nur noch Nachrichten schreiben oder den Taschenrechner benutzen.

Für den Fall von einer Evakuierung hab ich unsere Pässe und Kreditkarten in einer Tasche am Eingang neben den Schuhen deponiert. Nach so ner SMS weiß man ja nie! Mit B hab ich besprochen was er zu tun hat falls wir Feueralarm haben, und versucht ihm dabei keine Angst zu machen.
Der Himmel ist bedeckt, was bedeutet es ist heute nicht so brütend heiß und ich brauche die Klimaanlage erstmal noch nicht anzumachen. Über den Tag zieht es auf, und das pralle Mädchen von ganz weit gegenüber hält wieder alle ihre Körperteile einzeln in den brutzelnden Sonnenschein. Sie hat inzwischen die gesunde Röte einer gekochten Languste angenommen und sieht auch ganz glücklich damit aus. Die australische Sonne ist halt auch was ganz spezielles.
Wir Spielen Karten, lesen, schauen Disneyfilme und klickern auf dem Computer.
Vieles hier definiert sich inzwischen übers Essen, denn das ist immerhin meistens das spannendste was am Tag so passiert. Deshalb denkt man auch definitiv sofort an das Schlimmste, wenn das Essen erst um sieben und nicht um fünf kommt.
Inzwischen riecht es definitiv nach Rauch und die Luft ist diesig.